~Borkumer Bühne~
~Borkumer Bühne~

Bevör  de Vörhang open geiht…

 

Wenn de Vörhang open geiht, hebb´n de Jungs un Wichter van de BNB all hast 3 Maant Probenachter sück. Dat hebb´n de meisten van jau seker all hört, Man weiten ji uk, wa de Proben offhollenwarden? Over de Verloop van de letzte 50 Jahr kann ick jau wall ´n bietje wat vertellen.
Under unse Spöölbaas Jonny Okkenga harr`n wi dat Glück, in de Grundskaule, frauger Volks-Skaule, tau üben. Mit de Leseproben hebb`n wi meist bi Jonny un Inge in de Vörkamer an-fangen.Da sitt man dann geselleg binander un geiht dat Rullenbauk Wort för Wort dör.Faakers is dat Stück ja uk in ein heil ander Sprake skreven as unse Börkumer Platt. Da komendann uk wall mal Worden in vör, de kennen wi gar neit. Off wi weiten neit, hau de utproot warden.
Off de Text is vööl tau lang off tau langwieleg. Dann kummt gern dat Wort „Strieken“!!Wenn de Text dann sowiet steiht, de Spöölers sück mit hör Rulle vertruot“ makt hebb`n, geiht dat wieder mit „Stellungsproben“. In de Skaule, „Raum 8“, tüsken Staulen un Banken hebb`nwi so lang probt, bit de Bühnenbouwer de Kulissen in`t Dörphotel sowiet klar harr`n, dat wi up deBühne kunnen. Nee, wat wassen dat harde Tieden. Iiskold, `t was ja meist Winterdag.
Saal heizen?Gar neit an tau denken. Warm antrekken, lange Hinni un Borstrokk, mitunder sogar tweij. Wull-Deeken un Bollstove, damit man in de Pause neit verklömde. Ein heite Haundersopp worde uk wallmal mitbrocht, off `n Flesse Rum. Grog helpt ja meisttied. Kunn uk wall mal angahn, dat de 3.Akt wegen „Alkoholeinfluss“ gar neit mehr klappte. – De Heizung wurde erst an de Generalprobe anmaakt. Deilwiese mussen de Spöölers sogar noch „Kohlengeld“ mitbrengen. De Garderobe was undern in de Keller. `n steile Trappen andale, BATZ, mit de Kopp an de Balken, un dann mussen wi uns up ca. 10qm behelpen. De Teppichboden hett alle Sorten Haarspray, Abschminke,Puder,Genever u.s.w. offkregen. Ein Spööler harr meist `n Handauk dabi, hei much neit mit deblode Fauten up de Deele stahn. An Hygiene was neit tau denken.
Up Hüsche muss man heil under de Saal lang, un dann dör`t Lokal. De Mannlü bleven meist futt in de Kohlenkeller.
Vandage seggen wi: „`t wassen moije Tieden!“
Anfang van de 1980er Jahren kregen wi de Möglichkeit, unse Kulissen in de olle Jugendherbergean de Strand (vandage JUMP) uptaubouwen. Dat was warm, da gaff dat Sanitäranlagen, wat för ein Komfort! Tüskenin hebb’n wi uk mal in de groote Saal, vandage Palee probt. `t was heilmoij da, bloot so ´n dicke Piehler, de stunn alltied in  de Weg.
De meisten kwammen natürlich mit Rad na de Probe, dann kunn man ja achteran noch eben „an Land“. Off wi harr`n noch ein „kleinen Freitag“. Da satt man na de Plicht nochgeselleg  binander. De ein off ander harr wat leckers tau eten mitbrocht, wat Gaudes tau drinken datau, un dann mit `n Schlingerschlag na Hus – off noch wieder. Eines Abends kregen wi unver-hofft Blitzeis. (Echt!) Erst gung dat ja noch, man achtert MIRAMAR hett uns dat erwischt. Rumms,mit Rad an de Grund, Lenker um de Hals, de Luftpumpe flog bold bit na de Minigolfplatz, de Handtasken irgendwa in`t Gelände. – Glück hatt, nümms is wat gebört. Man nu Stapp för Stapp na Hus henschliddern. De Rest van de Mannschafft is bi TCHIBO (vandage SÜSSE BOUTIQUE) tau liggen komen.
Eine van de Wichter was uk noch schwanger. Bit up `n paar Prellungen un blouwe Flecken hett aber nümms wat offkregen.
Vandage seggen wi: „Gefahrlege Tieden“!!As de Jugendherberge dann na de Reede verleggt warden is, kregen wi van Familie Bötcher uk da Quartier. Nu mussen wi man sein, hau wi da rut kwammen. Mit de Bus hen, mit ein Sammel-taxi  taurüch. Pünktlich um 22.30 Uhr stunn de Fahrerin in de Döör: ABFAHRT! Dat was neit daWahre. Dann doch leiwer Fahrgemeinschaften.-Vandage seggen wi: „Strenge Tieden“!!
Siet 1999 bin`t wi in de Besitz van ein eigen Vereinsheim. Uk buten up de Reede, man da könen wi so lang proben as wi wullen. Uns stört geineine. Bit up „de Piehler“, de mut weg.  Haarstens, wenn dat mit de Proben losgeiht, warden Fahrgemein-schaften bildet, un bit Ende Januar proben wi dann da buten, bit in de Kulturinsel de grooteSaal mit Bühne freijgeben ward. Dann bin`t de Bühnenbouwer bit an de letzte Dag  vör de Up-Führung damit beschäftigt, ein moije Kulisse för de Spöölers un för dat Puplikum tau zaubern.Dat dat gelungen is, ward elket Jahr dör grootet Lob un Handjeklappen bestätigt,Vandage seggen wi: „So maken wi wieder!!“

Erika Ohlsen


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